Warum CPO’s, Axel und Rosa nicht erfolgreich sein können

Mit dem richtigen Namen öffnen sich Türen. So ist es auch mit Bezeichnungen für Verantwortungsbereiche. Wählen Sie Bezeichnungen im Prozessmanagement mit Bedacht.Beispiel: CPO – Chief Process Officer.

„Wollen Sie Ihre Tochter wirklich Rosa nennen, Frau Schlüpfer?“

„Soll Ihr Sohn wirklich Axel heißen, Frau Schweiss?“

Ha, ha. Alte Witze.

Nur über den CPO, den Chief Process Officer lacht keiner.

Das mag daran liegen, dass ein Officer eine ehrenvolle Bezeichnung ist. Die meisten assoziieren wohlangesehene Männer mit dem Begriff. Eine Person die es nach ganz oben in der Hierarchie geschafft hat.

Officer gibt es bei der Bundeswehr. Und im Kölner Karneval. Die sind fesch und gehören unbedingt dazu.

Aber Officer in unserer Arbeitswelt?

 

Soll der oberste Prozessmanager wirklich ein Officer sein?

Ich sage: Nein, er soll kein Officer sein.

Der oberste Prozessmanager soll keine Befehle erteilen. Er soll keine rüden Strafen aussprechen oder auch nur ein bisschen rumkommandieren.

Welche Aufgabe hat denn der Chief Process Officer?

Der Chief Process Officer ist die Person im Unternehmen, die für Umsetzung und Entwicklung des Prozessmanagements sorgt.

Diese Person sollte dem obersten Management berichten. Sie sollte seine rechte Hand sein, um die Unternehmensstrategie wirksam in alle Winkel des Unternehmens zu transportieren.
Ein Chief Process Officer ist der Manager des Prozessmanagement Office. Also der Unternehmenseinheit, die das Werkzeug für das Prozessmanagement bereitstellt, es im operativen Geschäft überwacht und bei der Umsetzung beratend tätig ist.

Der Chief Process Officer ist der Kopf des Prozessmanagements.

 

Warum braucht das Prozessmanagement keinen Officer?

Als Fallschirmspringer brauche ich einen Fallschirm und keinen Tiefseetaucheranzug. Klar.

So braucht auch das Prozessmanagement niemanden, der der Inbegriff einer jahrhundertelang geprägten hierarchischen, autoritären Organisationsform ist. Das Prozessmanagement braucht eine Person, die bereit ist, aus dem noch intakten Flugzeug der hierarchischen Organisation zu springen. Risikobewusst, kompetent und kooperativ.

 

Welche Eigenschaften und Voraussetzungen sollte ein guter Chief Process Officer mitbringen?

Das Prozessmanagement braucht Menschen mit

  • Einfühlungsvermögen für die Widerstände von Mitarbeitern, Management und Stakeholdern
  • Begeisterungsfähigkeit, Elan und Durchsetzungsvermögen für die notwendigen Veränderungen
  • einer guten handwerklichen Basis für die Gestaltung des Prozessmanagements
  • politischem Geschick bei der Findung von konsensfähigen Wegen in Richtung Prozessorganisation
  • einer soliden Kenntnis der Unternehmenskultur und der richtigen Schrittgröße für die nächsten Entwicklungsschritte
  • Begeisterung für und soliden Respekt vor IT und neuer Technik
  • und vielleicht noch einiges mehr …

Tja, und was wäre nun eine gute Bezeichnung für den oberste Prozessmanager?

Was sind Ihre Vorschläge?

 

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