Was ist neu bei der ISO 9001:2015? Was ist zu ändern?

Erhalten Sie einen Überblick, was neu bei der ISO 9001:2015 ist. In einem kurzen Video werden diese vorgestellt. Doch zunächst ein paar Sätze zu den neuen Kernthemen.

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Zum Video mit den Änderungen der ISO 9001:2015.

Die Einleitung der ISO enthält die generelle Ausrichtung der Norm. Und ich finde das bestätigt, was ich bisher nur gehört habe. Die Herangehensweise ist eine völlig andere. Sie heißt:

Sie enthält die generelle Ausrichtung der Norm. Und ich finde das bestätigt, was ich bisher nur gehört habe. Die Herangehensweise ist eine völlig andere. Sie heißt:

Prozessorientierter Ansatz

Ich möchte es so formulieren:

In Prozessen denken.

Aus den Prozessen heraus verstehen, wie Qualität entsteht.

Hm, aber die 2000er Normenversion hatte ja auch schon die Bezeichnung prozessorientiert? Ja, jedoch ist das nun eine gaaanz andere, eine viel schärfere und konkretere Anforderung. So finde ich schon in der Einleitung ganz neue Begriffe wie Wertschöpfung und Prozessleistung. Gut, also die Sache mit der Prozessorientierung muss unbedingt näher betrachtet werden.

Die verschärfte Prozessorientierung ist DER Schlüssel für die Überarbeitung der Norm.

PDCA - das motiviert

In der Einleitung finde ich mehrfach den Hinweis auf PDCA, den Planen-Durchführen-Prüfen-Handeln-Zyklus. Gut, auch der ist nicht neu. Aber irgendwie hat der universelle Charakter des PDCA auf die gesamte Normenversion abgefärbt. So finde ich keine Anforderung für Korrektur-, Vorbeugungs- und Verbesserungsprozesse mehr.

Wie, kein eigener Prozess mehr?

Oh, die Sache mit der Prozessorientierung ist wirklich ernst gemeint.

Seien wir ehrlich, die Sache mit den Korrektur-, Vorbeugungs- und Verbesserungsmaßnahmen war immer etwas abstrakt und schwer umzusetzen. Haben wir Fehler erkannt, haben wir sie ausgebügelt. Auch ohne Verwaltungsakt. Die Gründe für unser Scheitern liegen doch eher in der Frage, WIE wir mit den Fehlern umgehen. Ob es uns nun mit einem integrierten PDCA gelingt, an den entscheidenden Kern heranzukommen?

PDCA steckt in allen Prozessen. Wir können das nun geschmeidiger handhaben.

Risikobasierte Ansatz - das steht für weniger Arbeit

Der risikobasierte Ansatz ist neu. Äh, oder doch nicht? Die Verfasser meinen beispielsweise, dass die Anforderung nach Vorbeugemaßnahmen zur Abschaffung von möglichen Nichtkonformitäten (sorry, Normendeutsch) auch schon so gemeint war. Naja. Weiter unten in der Einleitung heißt es, dass nun die Behandlung von Risiken und Chancen vorzunehmen ist. Damit kann ich in Zeiten von Compliance und deren tatsächlicher Einforderung bei FIFA, VW und Co mehr anfangen.

Spannend an dem risikobasierten Ansatz ist die damit gewonnene Freiheit.

So wurden die detaillierten Vorschriften, wie ich das QM-System zu dokumentieren habe, mit Handbuch und so abgeschafft. Ja abgeschafft. Super. Das gibt uns die Möglichkeit, den Dokumentationsaufwand zu senken. Oder besser gesagt, den Dokumentationsaufwand da zu investieren wo er uns einen konkreten Nutzen bringt. Kein Handbuch mehr – aber wahrscheinlich doch mehr Prozessdokumente.

Unsere eigene Einschätzung von Risiken und Chancen für unser Geschäft bestimmt die Intensität unseres Prozesshandlings.

Das waren die neuen Kernthemen der ISO 9001:2015.

Schauen wir uns jetzt in einem Video die wesentlichen Änderungen der ISO 9001:2015 im Überblick an.


Die ISO 9001:2015 stellt die Prozesse in den Mittelpunkt. Das ist eine große Herausforderung. Wir müssen unsere Vorgehensweise, unser Denken ändern von: Welche Abteilung macht es? Zu: Wie wird es gemacht? Erst dann: Durch wen? Mit was?

Die ISO 9001:2015 bringt uns auch mehr Freiheit, wie die Anforderungen umgesetzt werden.

Über das Verständnis Ihres Geschäftes in Kenntnis Ihrer Prozesse werden Sie eine ganz neue Dimension von Managementsystem kennenlernen.

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